Überspringen

Funktionale Ästhetik

Dass maximal flexible und adaptive Design-Konzepte im Interior Hochkonjunktur haben, ist nicht bloß ein Trend.

In einer Zeit, die von dynamischem Wandel, rasanten Innovationszyklen und Hybridität geprägt ist, bietet dieser Kurs entscheidende Vorteile: Er macht die konstante Veränderung mit. Dieser Anspruch gilt auch für die Beleuchtung, die dahingehend mit neuen Funktionen und Ästhetiken aufwartet.

Kurvige LED-Leuchte

Bürowelten müssen heute so geplant sein, dass sich aus dem Team-Arbeitsplatz ad hoc eine repräsentative Lounge-Zone und morgen im Handumdrehen ein shared Office Space für unterschiedliche Firmen machen lässt.

Frau mit Smartphone vor einer Tischlampe

Diese Flexibilität erstreckt sich auf ganz unterschiedliche Bereichen: Was tagsüber in der Hotel Lobby Co-Working Zone ist, muss abends als gemütliche Cocktail Bar funktionieren. Auch der andächtige Kirchenraum wird temporär zur bewegten Konzerthalle, das Museumsfoyer zum Vortragsaal mit Diskussionsbühne, der Fashion Store zum DJ Hot Spot, oder der urbane Platz zur Outdoor Galerie. Und auch im eigenen Zuhause erleben wir diese Art der hybriden Nutzung: Denn das Wohnzimmer – als Zentrum des Familienlebens – versammelt morgens zum gemeinsamen Frühstück, wird tagsüber zum Home Office und parallel zum Spielzimmer, um sich abends in gemütliche Eleganz zu hüllen, wenn Freunde zum Dinner kommen.

Beim Gelingen all dieser Szenarien spielt die Möglichkeit, situative Wechsel zwischen unterschiedlichen Lichtstimmungen zu erzeugen, eine entscheidende Rolle: Die Light + Building 2020 präsentiert die Beleuchtungslösungen, die Statements setzen hinsichtlich moderner Variabilität und Anpassungsfähigkeit, sowohl auf gestalterischer als auch technischer Ebene. In sämtlichen Einsatzbereichen – von Fertigung über Büro bis hin zur Privatsphäre – rückt hiermit eine neue, funktionale Lichtästhetik auf den Plan.

Neue Infrastrukturen für Licht

Lichtschienensysteme stehen dabei im Zentrum: Sie lassen sich vielseitig montieren – direkt an Decken, Wänden oder abgependelt. Die Positionen einzelner Systemleuchten können spielend leicht entlang der Schieneninfrastruktur variiert und damit an sich verändernde Raumsituationen angepasst werden. Neu kommen entscheidende Weiterentwicklungen hinzu: Etwa die gebogene Schienenform. Sie ermöglicht kreative Installationen und löst bisher eher starr lineare Schienenstrukturen auf. So stehen baukastenähnlich aufgebaute Komponenten zur Verfügung, die sich zu nie dagewesenen Formen zusammengefügt lassen. Elegante Lösungen für Übergänge von Wand zu Decke frei durch den Raum sind nun möglich.

Deckenleuchten

Es lassen sich große, raumgreifende Lichtstrukturen kreieren, maßgeschneidert für jedes Interior und abgestimmt auf jede noch so außergewöhnliche Architektur.  Kronleuchter-ähnliche Lichtkörper aus einzelnen Schienen zusammengesetzt sorgen für modernen Glamour. Licht wird damit zum architektonischen, skulpturalen Element, das jeden Winkel im Raum erreicht.

Das untermalen auch die neuen stromleitenden Materialentwicklungen und -verbindungen, die sich nun dazu gesellen: Textil-, Leder- oder Gummigurte sind die innovativen, flexiblen Infrastrukturen für Licht. Die Light + Building 2020 zeigt: Poesie hält Einzug in die Gestaltung mit funktionalem Licht und bringt damit neue wohnliche Qualitäten – ebenfalls in die Beleuchtung von großräumigem Open Space Office und Objekt.

Jeden Beleuchtungswunsch situativ konfigurieren

Passend zu ihren stromleitenden Infrastrukturen bieten Hersteller Leuchtenkollektionen in verschiedenen Designs an, die collagenartig nebeneinander platziert werden können: Zum Beispiel eine schlanke lineare Leuchte im Wechsel mit Strahlern und Spots. Auch sie treten – modular gestaltet – zunehmend als ideale Begleiter der hybriden Interiors auf: Leuchtenschirm, Material, Oberfläche oder Lichtart und -qualität lassen sich nunmehr nach persönlichen Bedürfnissen zusammenstellen und variieren.

Die Baukastenidee gilt auch für den technischen Aufbau. Die aktuellen Leuchten werden zu leistungsstarken digitalen Lichtinstrumenten, ausgestattet mit einer Vielzahl an Steuerelektronik. Dabei gleicht sich die hohe Qualität der Leuchtmittel immer mehr der des natürlichen Tageslichts an. Optional kommen Diffusoren, magnetische Vorsatzfilter, Linsen und digitale Filter hinzu.

Besucher der Light + Building

So lassen sich etwa Ausstrahlwinkel von engem zu flächigem oder komplett blendfreiem Licht nuancieren – und das per Handysteuerung. Zusätzlich lässt sich Licht stufenlos dimmen; Warmdimmfunktionen leisten hierzu einen wertvollen Beitrag.

Eine einzige Leuchte ermöglicht es, die gesamte Palette an Beleuchtungsbedürfnissen abzubilden: von der punktuellen Arbeits- bis hin zur diffusen Wohnzimmerbeleuchtung.

Auf vielschichtige Weise lässt sich künftig das Licht ad hoc modulieren und adaptieren, um stets die passenden Lichtstimmungen zu kreieren. Die digitalen Lichtköpfe sind mittlerweile so smart, dass sich die Leuchten untereinander vernetzen lassen. Sogar Lichtszenen mit ausgewählten Leuchtengruppen sind kein Problem. Sie können zusätzliche Funktionen übernehmen: Dazu zählt das Speichern und Weitergeben von Informationen über den Energieverbrauch. Auch hier stellt die Light + Building 2020 aktuellste Industrieentwicklungen vor und macht sie in Frankfurt am Main für die Besucher erlebbar.

Eine Frau fasst an eine hängende Lampe

Mix und Match bis ins Detail

Die neue funktionale Lichtästhetik mit dem systemorientierten Aufbau zieht sich mittlerweile bis hin zu den dekorativen Pendel-, Wand- und Stehleuchten. Auch hier lautet das Motto verstärkt Mix and Match. Leuchtenschirmformen, Materialien, Oberflächen und Farben lassen sich bei den neuen Modellen genauso in Harmonie mit dem Ambiente aussuchen wie die technische Ausstattung ihrer Leuchtmittel. Das bedeutet, dass sie mit umfassenden Qualitäten ausgestattet sind, die eben auch den Ansprüchen an Arbeitslicht gerecht werden. Außerdem werden dekorative Leuchten nun wiederum kompatibel mit Lichtschienensystemen gemacht: Vertikal höhenverstellbare Pendelleuchten etwa werden somit auch horizontal justierbar. Für die loungige Meeting-Situation tief hängende Leuchten lassen sich für die Arbeitssituation beispielsweise agil nach oben bewegen. Das Motto der Stunde: Maximale Flexibilität!

Neue Dimension der Lichtfunktion

Damit nicht genug. Für Architekturen mit großen dunklen Raumsituationen können Flächenleuchten nahezu hundertprozentiges Tageslicht reproduzieren. Dafür kommt meist OLED-Technologie zum Einsatz. Einbauelemente in Decken etwa sehen dann nicht nur aus wie Skylights, sondern vermitteln auch die Stimmung, die reales Licht erzeugt. Lichttechnologie macht Quantensprünge in viele Richtungen, die Light + Building 2020 bietet die Orientierung.

Die Messe Frankfurt verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Besuchserlebnis bieten zu können. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen