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Fachartikel: Lichtdesign-Newcomer auf der Light + Building 2018

HQ Designs hat vier Newcomer auf der Light + Building recherchiert, die Sie sich genauer anschauen sollten.

Zur Light + Building 2018 werden wieder über 2.700 Aussteller erwartet. Dabei sind vor allem in Halle 1 renommierte Designunternehmen vertreten, die sich über ihre Innovationen, Produktdesign und ausgefeilte Anwendungen der Lichttechnik profilieren. Dazwischen tummeln sich jährlich auch immer relativ junge Designer, teils mit wirklich innovativen Produkten, die zugleich durch raffiniertes Design überzeugen. Wir möchten Ihnen vier davon genauer vorstellen.

Markant an den folgenden vier Designern ist, dass sie alle noch nicht allzu lange in der Lichtbranche aktiv sind. Alle eint ebenfalls, dass sie sich intensiv mit der LED-Technik und ihren unzähligen Möglichkeiten auseinandersetzen.

Simon Diener

Simon Diener, der an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe Produktdesign studiert, ist begeistert vom traditionellen Handwerk. Seine Begeisterung und Passion für außergewöhnliches Design ließen ihn die neue Leuchte „Pong“ konzipieren. Pong ist eine portable Deckenleuchte für den Innen- und Außenbereich mit einem leicht erkennbaren Retrocharakter.

"Pong"

Unter dem flachen, mattschwarz-lackierten Schirm steckt jedoch wesentlich mehr. Sie ist eine akkubetriebene Leuchte, dessen über 4m lange Kabel beliebig um einen Träger, einen Haken oder auch einen Ast (ja sie ist IP44 geschützt und für Außenbereiche zugelassen) geschlungen werden kann.

Die im zylindrischen Gegengewicht verborgene Batterie der Leuchte kann per USB aufgeladen werden. Das Licht ist so konzipiert, dass das Leuchtmittel leicht ausgetauscht werden kann, wenn die Batterien schwächer werden.

Ein interessantes Design, was für den „Design Plus“ Preis 2018 nominiert wurde. Zu sehen ist sie in Halle 1.2. B40.

Design von Florian Nübling und Daniel Rhiel

Florian Nübling und Daniel Rhiel

Dieses junge Designteam aus Berlin entwickelt intelligente Flächenlichtsysteme, die in Funktion und Design einzigartig sind. Glasmosaike, wie sie seit der Antike Wohn- und Geschäftsräume schmücken, werden mit neuester LED-Technologie, Sensorik und Funktechnologie ausgestattet.

Die Technik ist in ultraflache Module integriert, sodass externe Steuerungsgeräte entfallen. Über eine Smartphone-App lassen sich dann unterschiedliche Lichtszenarien herunterladen und auf die intelligente Mosaikwand streamen. Die Lichtmodule können Millionen von Farben darstellen.

Florian Nübling und Daniel Rhiel

Damit lassen sich immer wieder aufs Neue unterschiedliche Kompositionen kreieren. Doch damit nicht genug: Jeder Mosaikstein ist berührungssensitiv und so kann durch leichtes Streichen über die Wand die Lichtfarbe geändert oder sogar beliebige Muster auf die Wand gezeichnet werden. Das hochintelligente Lichtsystem ist dennoch sehr leicht zu bedienen. Wer möchte steuert per WLAN, optional ist auch eine Sprachsteuerung erhältlich.

Ein Teil der Funktionen kann auch direkt per Touch ausgeführt werden. Auch bei dem eigentlichen Gestaltungselement, den Glasmosaiksteinen, gibt es viel Freiraum: die Grundstruktur ist zwar immer quadratisch, aber ob man daraus eine Bordüre, ein Flächenpanel oder einen Rahmen gestaltet, steht dem Kunden frei. Man setzt ebenfalls auf den Produktionsstandort Deutschland und stellt an das eigene Produkt sehr hohe Qualitätsansprüche. Auch ihr Produkt wurde mehrfach nominiert und prämiert, u.a. vom DESIGN PLUS Award oder dem „Trends in Lighting“ (TiL) Award. In Halle 5.1 D09 kann man die Produkte der beiden Designer genauer anschauen.

Konrad Weinhuber

Was macht den Alltag nicht nur schöner, sondern zugleich auch leichter? Unter diesem Motto führt Konrad Weinhuber sein Designteam. Seit 2004 designt Konrad Weinhuber Leuchten, die durch ihre Funktion begeistern. Sein erstes Design hieß „SPIN“.

"SPIN"

Durch seine patentierte Höhenverstellung gewann die Leuchte schnell viele Fans und daher wurde die Serie seitdem beständig um neue Familienmitglieder erweitert.

Auch mit dem begehrten „iF Design Award“ der International Forum Design GmbH wurde sie ausgezeichnet. Die neue Leuchtenserie „COS“ ist ein Beweis dafür, dass traditionelle Herstellungsverfahren und moderne LED-Technik sich durchaus harmonisch ergänzen können.

Design von Konrad Weinhuber

Das mundgeblasene Opalglas kombiniert mit neuester LED Technik erzeugt ein sattes und wohnliches Licht. Konrad Weinhuber verriet uns, dass bei der Konzeption der Leuchte die Beweglichkeit des Systems im Vordergrund stand. So können die COS Pendel - genau wie die der Serie SPIN - spielend leicht in der Höhe verstellt werden: wie von Zauberhand verschwindet das Kabel unsichtbar in der Lichtkugel. Geschaltet und gedimmt wird die COS per hochmoderner Gestiksteuerung. Ein Gadget das eine Steuerung per Smartphone fast überflüssig macht, weil eine einfache Handbewegung genügt. Konrad Weinhuber zeigt seine Leuchten auf der Light + Building in Halle 1.2 J05.

lecho-steve

Steve Léchot

Der Schweizer Designer wurde an der Kunstschule ECAL (Ecole Cantonale d’Arts de Lausanne) ausgebildet und designt unter seinem eigenen Namen seit 2003. Zuvor hatte er auch schon als Produktdesigner für diverse renommierte Unternehmen gearbeitet und dort auch Preise wie den Red Dot Design Award gewonnen.

Leuchten von Steve Léchot unterliegen einem sehr hohen Qualitätsanspruch, haben einen leichten skulpturalen Ansatz und werden in der Schweiz gefertigt. Seine Entwürfe sprengen auch schon mal die Norm. So sind seine Stehleuchten TOTEM und die neue Leuchte UNIC in Höhen von 160cm bis 250cm erhältlich.

Die Stehleuchte UNIC wird neu auf der Light + Building vorgestellt. Sie entstand laut Steve Léchot aus dem Bestreben heraus leuchtstarke LEDs, Beleuchtungskomfort und klare Formen miteinander zu vereinen. Das Ergebnis ist eine Stehleuchte mit doppelter indirekter Beleuchtung: einer Deckenbeleuchtung und einer Wandbeleuchtung. Mit Fußschalter oder kleinen Schaltern auf halber Höhe können die einzelnen Lichtquellen geschaltet werden. Die Leuchte reflektiert dank ihrer Leuchtkraft das Licht von unterschiedlichsten Oberflächen – wie etwa Beton, Holz oder Wandfarben hervorragend.

Auf der Rückseite ist die Stehleuchte mit zwei optischen Linsen ausgestattet, die für die optimale Verteilung des Lichtstroms im Raum sorgen. UNIC eignet sich dank ihrer Vielseitigkeit, ihres zurückgenommenen Designs und der Funktionalität gleichermaßen als allgemeine Beleuchtungsquelle, als Leseleuchte oder auch als Stimmungsleuchte.

Weitere junge Talente stellen im "Young Design" Areal in Halle 1.1 ihre Entwürfe aus. Auch hier sind immer Designideen mit Innovationsgeist und kreativen Lösungsansätzen dabei. Natürlich gibt es noch viele andere Newcomer auf der Messe zu sehen, schauen Sie sich um und planen Sie sich bei Ihrem Messebesuch genügend Zeit ein, sich auch unter den eher unbekannten und neuen Labels einmal umzuschauen. Es lohnt sich.

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