Mit der Sonderschau „The Living Light“ wurde Licht zu mehr als einer technischen Lösung: Es wurde erlebbar, spürbar und sinnstiftend. In Halle 3.1 führte ein atmosphärischer Rundgang durch vier verschiedene Bereiche, die zeigten, wie Licht unser tägliches Leben beeinflusst. Entwickelt wurde die Installation von Lichtvision Design im Auftrag der Light + Building.
Die kuratorische Leitung trug Carla Wilkins, Senior Partner und Global Creative Director von Lichtvision Design Berlin. Das internationale Lichtplanungsbüro ist an vier Standorten vertreten: Berlin, London, Shanghai und Hongkong. Jeder Standort verantwortete jeweils einen der vier thematischen Bereiche der Sonderschau: Home, Education, Work und Communication. Dadurch entstand ein vielschichtiges Gesamtbild aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven, Arbeitsweisen und Gestaltungsansätzen. Die vier Schwerpunktthemen führten die Besucher durch unterschiedliche Lebensbereiche und wurden durch die Green Spine, eine von Licht inszenierte Mooswand, miteinander verbunden.
Ergänzt wurde die Sonderschau durch Aussteller, deren Produkte in die Inszenierung integriert waren und die gezeigten Lichtlösungen praxisnah veranschaulichten. Darüber hinaus wurden täglich Guided Tours von Lichtvision Design durch die Sonderschau angeboten. Sie gaben den Besuchenden Orientierung und vermittelten vertiefende Einblicke in die einzelnen Lichtinstallationen sowie die dahinterliegenden Konzepte und Gestaltungsansätze.
„Mit The Living Light wollten wir zeigen, dass Licht weit mehr ist als Beleuchtung. Licht ist ein lebendiger Gestaltungsfaktor, der unsere Emotionen anspricht, uns motiviert und uns miteinander verbindet. Wenn wir Technologie richtig einsetzen und in ein holistisches Gesamtkonzept einbetten, kann Licht jeden Moment unseres Alltags verbessern“.
Home – der emotionale Ausgangspunkt des Alltags
Im Bereich Home wurde Licht als persönlicher Begleiter erlebbar. Es passte sich Tageszeiten, Stimmungen und individuellen Bedürfnissen an. Verschiedene Lichtszenen simulierten den Tagesablauf: beginnend mit ruhigem, warmem Morgenlicht über aktivierende Lichtmomente am Mittag bis hin zu gedämpftem Licht und gänzlicher Dunkelheit. Besuchende konnten die Lichtatmosphäre selbst beeinflussen und so erfahren, wie Licht Geborgenheit, Ruhe und Wohlbefinden schafft.
Education – Motivation und Gesundheit im Fokus
Lernen ist ein individueller Prozess und Licht spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Bereich Education zeigte anhand von vier zentralen Raumsituationen, wie Licht unterschiedliche Lerntypen unterstützt: von spielerischen und aktiven Szenarien über digitale Lernumgebungen bis hin zu disruptiven Lernformen mit besonderen gesundheitlichen Anforderungen. Mit der richtigen Lichteinstellung kann die Motivation gesteigert und Reizüberflutung reduziert werden.
Work – der Arbeitsalltag im Tagesverlauf
Im Themenraum Work übernahm Licht eine erzählerische Funktion. Ein geometrischer, nahezu klinischer Raum symbolisierte die Phasen des Arbeitstags: konzentriertes Arbeiten am Morgen, gedankliches Abschweifen zur Mittagszeit, steigender Druck und Beschleunigung am Nachmittag bis hin zum bewussten Zur-Ruhe-Kommen am Abend. Rhythmus, Intensität und Lichtfarbe machten diese Zustände unmittelbar erfahrbar.
Communication – die Verbindung aus Licht und Bewegung
Der Bereich Communication zeigte, wie Licht, Sensorik und Interaktion zusammenspielten. Hier reagierte das Licht dynamisch auf die Bewegungen der Besuchenden und veränderte den Raum in Echtzeit. Die Installation verdeutlichte, wie vernetzte Lichtsysteme Kommunikation fördern, Interaktion ermöglichen und Räume lebendig werden lassen.